KZW-Fahrradsommer 2017, Rosengarten von Anne Allmers, Heetweg 46
KZW-Fahrradsommer 2017, Rosengarten von Anne Allmers, Heetweg 46

Das Paradies liegt um die Ecke

KZW-Fahrradsommer: Leserinnen und Leser besuchen drei prächtige Gärten – 250 Rosensorten in einem Hausgarten

Auch einen Hausgarten normaler Größe können ambitionierte Hobbygärtner in ein Paradies verwandeln. Anne Allmers hat das getan. In ihrem Garten am Heetweg in Atens blühen 250 Rosensorten. Das Rosarium war eine von drei Stationen der Gartentour, zu der die Kreiszeitung im Rahmen des KZW-Fahrradsommers eingeladen hatte.
Es duftet wie in einer edlen Parfümerie. Und es blüht wie im Rausch – vor allem in den verschiedensten Rosa- und Rot-Tönen. Die rund zwei Dutzend Teilnehmer der KZW-Gartentour atmen tief ein. Anne Allmers hat dieses Rosen-Paradies in den zurückliegenden 20 Jahren geschaffen. „So lange sammle ich schon Rosen“, erzählt sie
„Und die viele Arbeit?“, wird sie gefragt. „Ich finde Ruhe und Entspannung bei meinen Rosen, und den Rücken merke ich beim Buddeln auch nicht“, erzählt sie und empfiehlt das Gärtnern als Medizin für Körper und Seele.
Knapp 1000 Quadratmeter groß ist das Grundstück am Heetweg. Darauf stehen das Haus und eine Werkstatt. Von der Größe her in der Tat ein ganz normaler Hausgarten. In der Werkstatt schweißt Anne Allmers‘s Mann Hinrich Gestelle und Bögen für die Rosen und auch manche kunstvolle Figur, die man zwischen den Blüten entdecken kann.
Anne Allmers hegt und pflegt Edelrosen, Buschrosen und Kletterrosen. Eine schwingt sich mehr als sechs Meter hoch in einen Rotdorn und ragt fast zum Giebel des Hauses. Zu der Sammlung gehören auch zahlreiche historische englische Rosen. Manche gehen zurück auf Züchtungen aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Und was tut Anne Allmers gegen die Läuse? Sie vertraut auf die Meisen. „Ich nehme kein Gift“, betont sie. Zur Stärkung der Pflanzen reichen ihr Schachtelhalmbrühe und Rhabarberjauche.
Auch Christa Bahlmann und ihr Mann Fritz setzen beim Gärtnern allein auf die Kräfte der Natur. Der großzügig angelegte Garten am Treuenfelder Weg beherbergt 150 Rosensorten und 250 verschiedene Stauden. Unter alten Bäumen entfalten die Blumen ihren Charme. Reizvoll ist auch der Blick in die Umgebung. Über die blühenden Beete und grünes Land schweift das Auge bis zur Esenshammer Kirche. Und Richtung Weser laufen die Schafe wie eine Silhouette vor dem heute dunklen Himmel.
Christa und Fritz Bahlmann düngen ihre Pflanzen mit Blätter- und Staudenkompost. Die Stauden schneiden sie stets erst im zeitigen Frühjahr zurück – „damit die Singvögel im Herbst und Winter etwas zu fressen haben“, sagt Christa Bahlmann.
Unter den KZW-Radlern sind etliche interessierte Hobbygärtner Und so entspannt sich manches interessante Gespräch.
Danach heißt es tapfer sein. Gegen den strammen Westwind und Regenschauer radelt die Gruppe von Großensiel zum Staudengarten von Johanna Kühn zwischen Seefeld und Reitland. Doch die Schönheit des Gartens entschädigt für die Anstrengung. Vor der Kulisse eines reetgedeckten ehemaligen Bauernhofs liegt ein großer, farbenprächtig gestalteter Staudengarten. Erst einmal aber gibt es einen Imbiss zur Stärkung. Radeln macht hungrig.
Den Lesern hat die Gartentour gut gefallen. „Eine glatte 1“, schwärmt Irmtraut Ross. „So schöne Gärten und eine so schöne Tour“, pflichtet Karin Frische ihr bei. Im Rahmen des KZW-Fahrradsommers lädt die Kreiszeitung noch zu zwei weiteren Fahrten ein: am 15 Juli geht es rund um Butjadingen, am 26. August werden historische Kirchen besichtigt (Einzelheiten im nebenstehenden Text).